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News
l März 2008 |
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Galadriel
erkämpft sich das Leben
Ein Stutenfohlen der Wilden Pferde, das seine Mutter
verloren hat, scheint seinen Kampf mit dem fast sicheren
Tod gewonnen zu haben. Biologin Dr. Telané Greyling
hatte es Mitte November 2007 zum ersten Mal ohne seine
Mutter gesichtet. Damals sei es etwa 6 Wochen alt gewesen.
"Die Rippen traten scharf hervor und der Bauch war
aufgebläht - deutliche Zeichen für die mangelnde
Ernährung, die fehlende Milch der Mutter", so
Greyling. Umso überraschter war die Biologin, als
sie das Fohlen bei ihrem jüngsten Besuch Mitte März
wieder sah - in normalem Zustand. "Meine Freundin
hatte ihm damals einen Schutzengel gewünscht und
es Galadriel getauft - nach der Elben-Fürstin im
'Herrn der Ringe' von Tolkien", erzählt Greyling
lächelnd. "Vielleicht hat das geholfen."
Etwas ernster fügt sie hinzu: "In der Ebene
um Garub hat es gut geregnet und überall steht frisches
Gras. Galadriel hat die kritische Phase überstanden
und von nun an eine gute Aussicht zu überleben. Dennoch
wird sie nie so groß werden wie ihre Altersgenossen,
die bis zum Entwöhnen (etwa im Alter von 10 - 12
Monaten) bei der Mutter bleiben." |
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Stutenfohlen 'Galadriel'
und der Junggesellen-Hengst, der sie unter seine Fittiche
genommen hat, aufgenommen im April 2008. Photo: Telané
Greyling |
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Greyling zufolge sind im vergangenen Jahr
21 Fohlen und in den ersten drei Monaten diesen Jahres
7 Fohlen zur Welt gekommen. Im Schnitt geschieht es alle
zwei Jahre, dass ein Fohlen seine Mutter verliert. Dazu
kommt es, wenn das Fohlen in der Nähe der Tränke
bei Garub schläft und sich die Mutter ein paar hundert
Meter entfernt, um zu fressen: Das Fohlen wacht auf, vermisst
seine Mutter und folgt schließlich einer fremden
Gruppe. Viele Stuten haben laut Greyling zudem keine enge
Beziehung zu ihren Fohlen und 'vergessen' sie innerhalb
von ein, zwei Tagen. In Zeiten starker Dürre komme
es vor, dass Stuten ohne Rücksicht auf ihre Fohlen
weiterziehen - vermutlich im Wissen, dass sie es eh nicht
durchbringen können. |
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Verloren gegangene Fohlen im Alter bis
zu 4 Monaten sind normalerweise dem Tod geweiht. Selbst
frisches, nahrhaftes Gras kann die Milch nicht ersetzen.
Je schwächer die Fohlen werden, desto schlechter
können sie die Entfernungen zwischen Tränke
und Weide zurücklegen. An der Tränke laufen
Fohlen Gefahr, von anderen Pferden umgestoßen und
verletzt zu werden. Von fremden Stuten und Gruppen werden
sie normalerweise nicht aufgenommen, und ohne deren Schutz
sind sie leichte Beute für Hyänen und Schakale. |
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"Oft nehmen allein lebende Hengste,
so genannte Junggesellen, verloren gegangene Fohlen unter
ihre Fittiche", erklärt Telané Greyling.
"Aber natürlich können sie sie nicht säugen.
Und meist beschützen sie sie auch nicht genügend
vor Raubtieren. Galadriel hatte das Glück, bei sehr
guter Weide auf einen Junggesellen zu treffen, der sich
ungewöhnlich gut um seinen Schützling kümmert
- und offenbar auch Hyänen und Schakale auf Abstand
hält." |
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© 2008 Nature Investments (Pty) Ltd |
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- Mehr Fotos unter www.namibhorses.com
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