|
 |
 |
 |
|
 |
 |
News
l März 2007 |
 |
 |
 |
| |
Loser
Draht wird beinahe zum Verhängnis - März 2007
Ein erfahrener Hengst der Wilden Pferde hat sich
am rechten Hinterlauf schwer verletzt. "Die Art der
Wunde deutet darauf, dass er sich in einem losen Drahtende
verfangen hat", meint die Biologin Dr. Telané
Greyling, die sich jahrelang intensiv mit den Wilden Pferden
der Namib beschäftigt hat und die Herde in Abständen
weiterhin beobachtet. Bei ihrem letzten Besuch Anfang
Januar fiel ihr bereits von Weitem auf, dass der etwa
20-jährige Hengst den Hinterlauf nicht richtig belasten
konnte. Aus der Nähe erkannte Greyling sofort die
Ursache: Eine hässliche Scheuerwunde und eine starke
Schwellung. "Der Draht muss sich zu einer Schlinge
zusammengezogen und die Blutzufuhr des unteren Laufes
unterbrochen haben. Zum Glück hat sich der Hengst
wohl nach wenigen Minuten wieder befreien können,
denn sonst hätten seine Adern so starken Schaden
genommen, dass für das Bein keine Aussicht auf Heilung
bestanden hätte - und wir ihm den Gnadenschuss hätten
geben müssen." |
|
 |
| |
Ein
weiterer Glücksfall für den verletzten
Hengst, von Greyling 'Nevarre' genannt, ist der
gute Zustand der Weide. Nach der außergewöhnlich
guten Regenzeit im vergangenen Jahr steht auch in
der näheren Umgebung der Tränke bei Garub
noch viel Gras. "Dadurch findet Nevarre genügend
Nahrung, ohne dass er weite Strecken zurücklegen
muss", meint Greyling und fügt hinzu:
"Er hat sehr gute Chancen, sich wieder zu erholen.
Bei meinem Kontrollbesuch vor ein paar Tagen hat
er sich schon wieder bis zu 5 km von der Tränke
entfernt." Seine kleine 'Zuchtgruppe' (eine
Stute, er |
|

Der Hengst 'Nevarre' mit der offenen Wunde Anfang
Januar. Foto: Telané Greyling |
|
|
| |
selbst und sein
Sohn) hat Nevarre allerdings verlassen müssen; die
Rolle des schützenden Hengstes nimmt nun sein Sohn
ein. |
 |
| |
Zäune und
lose Drähte bedeuten für die Wilden Pferden
eine große Gefahr. "1998 ist ein einjähriges
Stutenfohlen beim Spielen in einen Zaun gerannt und hat
sich derartig verletzt, dass es getötet werden musste",
erinnert sich die Biologin. Aber auch Wild verheddert
sich derweilen in Drähten und erleidet einen grausamen
Tod. |
|
 |
 |
© 2007 Nature Investments (Pty) Ltd |
 |
 |
 |
 |
- Mehr Fotos unter www.namibhorses.com
|
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|