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Anpassung |
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Überleben in der Wüste
Seit Dezember 1993 werden Bestand und Verhalten der Pferde
mit Unterstützung durch das Umweltministerium wissenschaftlich
dokumentiert. Abhängig von Menge und Qualität
der vorhandenen Nahrung schwankt ihre Zahl. Nach der Dürre
und der Fangaktion 1992 vermehrten sich die Pferde von
110 (1993) auf 149 (1997). In der Dürre 1998/99 sank
die Zahl auf 89, stieg bis April 2005 jedoch wieder auf
147. Um die genetische Vielfalt zu erhalten, sollte die
Zahl von 100 nicht unterschritten werden. Die Obergrenze,
vorgegeben durch Tragkraft des Gebietes, wird auf 160
Tiere geschätzt. |
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Die Wilden Pferde der Namib und ihr 'Gott', der Regen. |
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Die Wilden Pferde der Namib haben sich
an ihren Lebensraum nicht genetisch angepasst. Auch Berichte
von einer besonderen Widerstandskraft gehören in
den Bereich des Mythos: Viele der Tiere, die während
der Dürre 1992 gefangen und auf Farmen gebracht wurden,
fielen der Pferdesterbe und anderen Krankheiten zum Opfer.
Die Anpassung besteht vielmehr im Verhalten: Mit Fressen
und Trinken, Rasten und Spielen richten sich die Pferde
nach Weide und Temperatur. |
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''Arbeit' und 'Urlaub'
Ist es trocken und gibt es weniger Nahrung, müssen
die Pferde richtig 'arbeiten', um auf die nötige
Menge an Nährstoffen zu kommen. Weit laufen,
viel fressen und wenig spielen, lautet die Devise.
Auch zögern die Wilden Pferde den Gang zur
Tränke möglichst weit hinaus. Anders als
Hauspferde empfinden sie bei Durst kaum Stress.
In den heißen Sommermonaten (November bis
März) kommen sie im Schnitt alle 30 Stunden
zum Trinken, in den kühlen Wintermonaten (Mai
bis September) dagegen nur alle 72 Stunden. |
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| Lebensmittelpunkt der
Wilden Pferde: die Tränke bei Garub. |
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Wenn guter Regen für frisches Gras
und viele Blüten gesorgt hat, machen die Wilden Pferde
'Urlaub': Sie fressen nachts, brauchen nicht so weit zu
laufen und halten sich dafür länger in der Nähe
der Tränke auf. Bis zu 80 Prozent der Herde versammelt
sich dort. Die Pferde trinken jeden Tag, egal wie warm
es ist, und verbringen viel Zeit mit Spielen und Rasten.
Während des 'Urlaubs' lassen sie sich natürlich
auch am besten beobachten und fotografieren... |
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Dung als Zusatz
Die Wilden Pferde fressen nicht nur Gras,
sondern auch ihren trockenen Dung. Das ist
kein Zeichen des Hungers, sondern ein natürliches
Verhalten, das sich auch bei Hauspferden beobachten
lässt, sofern sie Zugang zu getrocknetem
Dung haben. Bei den Wilden Pferden enthält
der Dung fast dreimal soviel Fett (1,99 Prozent)
wie das dort vorkommende trockene Gras (Stipagrostis
obtusa - 0,7 Prozent) und nahezu doppelt soviel
Protein (6,1 statt 3,1 Prozent). |
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| Da Pferde keine Wiederkäuer
sind, können sie die Nährstoffe,
die beim Verdauen nicht verwertet und konzentriert
ausgeschieden werden, nur auf diese Weise
aufnehmen. Allerdings bildet der Dung nur
einen Zusatz der Ernährung; auf 7 kg
Gras kommt weniger als 1 kg Dung. So bauen
sich im Körper keine Schadstoffe auf. |
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| Mit dem Fressen ihres
trockenen Dungs nehmen Pferde nicht verwertete
Nährstoffe auf. |
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© 2007 Nature Investments (Pty) Ltd |
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- Mehr Fotos unter www.namibhorses.com
- Ausführliche Pressemitteilung unter -
www.gondwana-desert-collection.com
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